Eine lebensbedrohliche Situation führt bei allen höheren
Tierarten und Menschen zu einer von zwei möglichen Reaktionen:
Flucht oder Verteidigung. Bei einem Trauma sind weder Flucht
oder Verteidigung möglich. In solch einer Situation wird
das Opfer von Ängsten, Kampf- und Fluchtimpulsen, aber
auch von Verzweiflung und Gefühlen von Hilflosigkeit überflutet.
Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nimmt eine
Schlüsselstellung als Traumafolgeerkrankung ein. Um die
veränderten Bedingungen bei einer PTBS auf physiologischer
Ebene zu verstehen und welche Einflussmöglichkeiten EMDR
dabei hat, ist es notwendig zwischen normalen und den veränderten
neurophysiologischen Bedingungen nach einem Trauma zu unterscheiden.
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