Zu den Zwangsstörungen zählt man Erkrankungen, die
dazu führen, dass bestimmte Handlungen oder bestimmte Gedanken
ständig wiederholt werden müssen, obwohl dies im Grunde
als unsinnig und sogar quälend empfunden wird. Zwangserkrankungen
oder Zwangsstörungen können mit bestimmten ritualisierten
Handlungen verbunden sein, z.B. bestimmte Handlungen immer in
einer bestimmte Anzahl z. B. siebenmal hintereinander oder in
einer bestimmten Reihenfolge durchführen zu müssen.
Gleichfalls sind Zwangsgedanken oder Grübelzwang Formen
von zwanghaften Ideen, bildhafte Vorstellungen oder Zwangsimpulsen.
Sie sind inhaltlich verschieden, für den Betroffenen aber
immer quälend. Z. B. besteht fortgesetzt die Zwangsvorstellung
der Mutter, dem Impuls, ihr geliebtes Kind zu töten, nicht
mehr widerstehen zu können. Andere Betroffene können
unter obszönen oder blasphemischen und ich-fremden wiederkehrenden
bildhaften Vorstellung leiden.
|