Magersucht ist eine Krankheit, die durch restriktives Essen
(weniger Essen) herbeigeführt wird. Menschen, die nur 85
% ihres Normalgewichts wiegen, haben einen Body Mass Index (BMI)
unter 17,5. Bei einem Mädchen, welches 170 cm groß
ist und 50,6 kg wiegt, wäre also die Grenze zur Magersucht
erreicht.
BMI= kg/m²
(Gewicht in Kilogramm durch Körpergröße in Meter
zum Quadrat)
Magersüchtige führen den Gewichtsverlust selbst herbei
durch:
a) Vermeidung von hochkalorischen Speisen, extrem fettarme
und kalorienarme Ernährung, vorwiegender Verzehr von
Obst und Salat.
b) selbst induziertes erbrechen (bei Bulimie)
c) selbst induziertes abführen
d) übertriebene körperlich Aktivität
e) Gebrauch von Appetitzüglern und/oder Diuretika.
Das Denken der Patientinnen kreist ständig um Figur, Gewicht
und Essen. Es finden sich eine gestörte Körperwahrnehmung
(Körperschemastörung): noch im völlig ausgezehrtem
Zustand oft kurz vor dem Hungertod fühlen sich die Patientinnen
"zu dick". Viele Patientinnen üben intensive
sportliche Aktivitäten aus und sind in ständiger Bewegung.
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